Wahlfächer SS 2025

143.902 | Freies Wahlfach, SE "Architekturhistorische Forschung":
Berufsbilder der ersten Architektinnen

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Mehr als 50 % der Architekturstudierenden an der TU Graz wie auch an vielen anderen Universitäten sind heute weiblich. Das Frauenstudium, und damit verbunden die Anerkennung als Architektin, waren jedoch lange keine Selbstverständlichkeit.

Im Seminar beleuchten wir beruflichen Werdegang und Werk von heute bekannten oder unbekannten Architektinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. Wir untersuchen im Besonderen gesellschaftliche Rollenbilder und die Möglichkeiten dieser Frauen, sich in einer von Männern dominierten Arbeitswelt zu behaupten. Ebenso im Zentrum stehen die Dynamiken ihrer gegenwärtigen „Wiederentdeckung“.

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143.905 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Fragen der Architekturgeschichte":
Architektur in Japan

Konzept und Leitung:
Werner Frank

Die Vorlesung Architektur in Japan umfasst die Bereiche der Architekturentwicklung und Gartenkunst von den Ursprüngen in Gandhar bis zur Moderne (ca. 1990). Zur Einführung dient dazu die 1. Vorlesung „ von Gandhara nach Ostasien, China, Korea, Japan“ entlang der Seidenstrasse (eine der zentralen Verbreitungslinien des Buddhismus). In weiterer Folge werden die Themen der historischen Stadtplanung, der buddhistischen Tempelanlagen, sowie der Gartengestaltung (als Ausdruck des buddhistischen Paradises im Westen) behandelt.

Japan war das Ende der Seidenstraße – zahlreiche historische Artefakte befinden sich in Japan, wie auch Tempel in ihrer ursprünglichen Form in Kyoto(Heian), Nara (Heijokyo). Während auf dem Festland (China, Korea) zahlreiche historische Anlagen durch Kriege, Bilderstürmerei usw. zerstört wurden. Weiters werden selbstverständlich die Anlagen des Shintoismus (japanische Urreligion), wie auch Burgen und Residenzen des Adels und der Wohnformen der unteren Schichten, vorgetragen.

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143.908 | Freies Wahlfach, SE "Architekturvermittlung":
Architekturfotografie

Konzept und Leitung:
Enricomaria De Napoli

The architectural photography course, taught by Emricomaria De Napoli (Ryts Monet), focuses on the technical, aesthetic, and conceptual aspects of photography applied to architecture. Drawing on theories such as Marc Augé's "Non-Places" and "Learning from Las Vegas" by Venturi, Scott Brown, and Izenour, students are invited to reflect, explore, and document the evolution of urban architecture in the city of Graz, analyzing its transformation in the era of post-globalization.

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Wahlfächer WS 2024/25

143.903 | Freies Wahlfach, VO:
Aktuelle Fragen der Entwurfstheorie

Konzept und Leitung:
Daniel Gethmann

Die Vorlesung Aktuelle Fragen der Entwurfstheorie behandelt Theorien und Methoden des architektonischen Entwerfens. Sie diskutiert Entwurfsansätze der Gegenwartsarchitektur und präsentiert architektur- und designtheoretische Perspektiven auf konkrete Entwurfsabläufe und methodische Werkzeuge. Die Vorlesung fasst das Entwerfen als eine grundlegende Kulturtechnik auf und untersucht den Beitrag von Medien und Techniken der Darstellung zum Entwurf. Dazu analysiert die Vorlesung diagrammatische und zeichnerische Verfahren der Visualisierung, die bei der Entwicklung architektonischer Entwürfe eine Rolle spielen und erprobt konkrete Methoden und Konzepte.

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143.904 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Tendenzen in der Architektur":
Partizipation 

Konzept und Leitung:
Ursula Spannberger

Räume und Gebäude beeinflussen unser Wohlbefinden und unser Verhalten: Was für Architekt*innen selbstverständlich ist, ist den Bauherr*innen, für die wir planen, meist nicht bewusst. Um deren Anforderungen an Raum partizipativ zu erarbeiten, wurde von der Architektin und Mediatorin Ursula Spannberger die RAUM.WERTmethode entwickelt. Sie ermöglicht eine Vorgangsweise, die die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzenden in den Mittelpunkt stellt. Das Ergebnis ist ein belastbares Briefing als Grundlage für die Planung. Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in die RAUM.WERTmethode und konkrete Übungen.

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143.906 | Freies Wahlfach, SE "Cultural Studies":
Entnazifizierung und Architektur 

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Im Seminar setzen wir uns mit dem (nur teilweise erfolgreichen) Projekt der Entnazifizierung der österreichischen Gesellschaft auf dem Weg zur Demokratie nach dem Ende des NS-Regimes 1945 auseinander. Wir untersuchen jüngere Beispiele des architektonischen Umgangs mit Bauten und Objekten aus der NS-Zeit und einer sich wandelnden Erinnerungskultur. Im Zentrum wird das gerade im Umbau befindliche Gebäude der Gerichtsmedizin der Karl-Franzens-Universität Graz und dessen Bezüge zur NS-Zeit stehen, zu dem gemeinsam mit Geschichte-Studierenden Ideen für ein zeitgemäßes Erinnerungsprojekt entwickelt werden sollen (Rundgänge in Graz zum ehem. Lager Liebenau und am Areal der KF-Universität).

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143.907 | Freies Wahlfach, SE:
Gender Studies und Raum

Konzept und Leitung:
Theresa Reisenhofer

In Österreich sind mittlerweile konstant über fünfzig Prozent der Absolvent*innen an den Architekturfakultäten Frauen. Bei befugten Architekt*innen liegt der Frauenanteil allerdings bei 19 %. Europaweit ist Österreich mit dieser Statistik sogar Schlusslicht. Daraus geht hervor, dass viele Frauen direkt nach dem Studium die Architektur verlassen, nie die Ziviltechniker*innenprüfung ablegen und somit befugte Architektinnen werden oder sich lediglich architekturnahen, aber baufernen Tätigkeitsfeldern widmen. Dieser perspektivische Drop-out erzeugt in der Architekturbranche ein einseitiges Architekturverständnis und einseitige Entwurfskonzepte. Perspektivenvielfalt und Erfahrungswerte aus anderen Lebenslagen und Gruppen finden dadurch wenig Einzug in die Arbeitspraxis und Planungskultur - und damit in das “physische Abbild unserer Gesellschaft”. Aber warum gibt es so wenige Architektinnen in Österreich? Woher kommt dieser Drop-out? 
 
Im Seminar stellen wir uns der Thematik von Chancen(un)gleichheit und fehlender Diversität in der Architektur. Gemeinsam als Team werden wir uns mit der komplexen Problemstellung auseinandersetzen und diskutieren. Es werden künstlerische, theoretische aber auch praxisnahe Projekte ausgearbeitet, die einerseits zur Sichtbarkeit und Sensibilisieren des Problems betragen oder anderseits auch Lösungsvorschläge präsentieren können. Lasst uns gemeinsam für eine vielfältige Architekturlandschaft kämpfen. SMASH PATRIARCHITECTURE!

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Wahlfächer SS 2024

143.902 | Freies Wahlfach, SE "Architekturhistorische Forschung":
Architektur(studium) in der NS-Zeit 2 

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

In der NS-Zeit waren alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens von der nationalsozialistischen Ideologie durchdrungen oder betroffen. So auch das Architekturstudium und die Lehrinhalte an den Technischen Hochschulen ebenso wie die Architekturpraxis.

In diesem Semester gehen wir der Frage nach, welche politischen und ideologischen Konzepte hinter dem Wohnbau und Städtebau in der NS-Zeit standen. Als besondere Beispiele werden wir uns mit Wohnsiedlungen und den Resten öffentlicher Bauanlagen in Graz beschäftigen, deren planerische Konzeption und bauliche Materialität wir untersuchen können. Immer wird dabei auch die Frage nach dem heutigen Umgang mit diesen Relikten aufgeworfen werden.

143.904 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Tendenzen in der Architektur":
REVISITED: Bauherr:innenpreis Steiermark

Konzept und Leitung:
Ursula Spannberger

Der Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen würdigt seit 1967 Auftraggeber:innen, welche sich der Baukultur in einem beispielhaften Maß widmen. Die Lehrveranstaltung besucht die steirischen Preisträger:innen und erarbeitet mittels Interviews, eigenen Fotos und Archivmaterial publikationsfähige Projektsteckbriefe, die sich mit dem Wandel der Projekte seit ihrer Auszeichnung befassen. Die Umsetzung findet In Kooperation mit der Zentralvereinigung der Architekt:innen Steiermark statt.

143.907 | Freies Wahlfach, SE:
Gender Studies und Raum

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Welche Vorstellungen von Körper und Geschlecht, gesellschaftlichen Normen und Rollenverteilungen, öffentlichem und privatem Raum bestimmen unseren Blick auf die Architektur? Und welche Erkenntnisse sind möglich, wenn wir Architektur aus feministischer Perspektive untersuchen? In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, wie die Gender Studies für uns neue Lesarten der Architekturgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichen.

Dazu lesen und diskutieren wir gemeinsam Schlüsseltexte aus den Gender Studies, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Geschlechterverhältnisse die Wohn- und Stadträume der Moderne geprägt haben, von Betty Friedan, Dolores Hayden, Beatriz Colomina u.a., aber auch aktuelle queere und postkoloniale Ansätze. Kurze Inputs der Studierenden, Diskussionen und kritische Analyse von Stadtplänen und Grundrissen.

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143.908 | Freies Wahlfach, SE "Architekturvermittlung":
Architekurfotografie

Konzept und Leitung:
Enricomaria de Napoli (Ryts Monet)

The lessons – which will be held in English – will focus on technical, aesthetic and conceptual aspects of architectural photography. As a final group project, students will be invited to use the photographic language in order to explore, interpret and document cultural influences on architecture of “Global Village of Graz“. The works produced will be discussed together and presented at the end of the course. Architectural photography theory and practice, aims to bring the students to an awareness and mastery of the photographic language: learning to observe and understand what and how to photograph. The lessons are focus on technical, aesthetic and conceptual aspects of architectural photography. The course is divided into three parts: a theoretical introduction to the history of photography with a specific focus on photography in contemporary art, a practical part in which the fundamentals of digital postproduction are also implemented and a final part dedicated to the development of exercises and the final projects.

For the final project, the students are invited to use photography to explore, interpret and document the architectures of Graz and the neighborhood.In particular, they were asked to work on photographs organized in series by comparing multiple subjects of the same typology. Inspired by bibliographic references and concepts such Marc Augé's "Non Places" and Learning From Las Vegas by Venturi, Scott Brown and Izenour, through the medium of photography, the students identified urban places where the local identity fragments and regenerate in the form of an extended identity; places that can be found in the periphery of Graz today can cohabit "in the suburbs of Pasadena" or Dubai. What emerges from those works is an almost obsessive seriality, where the human figure is absent, silent, while architectural elements alternate in the images between contrasts, homologation and super-postmodernity.

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Wahlfächer WS 2023/24

143.901 | Freies Wahlfach, SE "Architektur- und Kunsttheorie":
Architektur(studium) in der NS-Zeit 1

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Welche politischen und ideologischen Konzepte standen im Architekturstudium in der NS-Zeit hinter den vermittelten Lehrinhalten? Und wie können wir diese heute überhaupt rekonstruieren?

Das Seminar geht der Frage nach, welche Auffassung von Architektur und Gesellschaft in den Jahren 1938–1945 an der TH Graz vermittelt wurde. Wir werden beispielhaft Quellen wie Lehrveranstaltungsverzeichnisse, Diplomprüfungsthemen, Studierendenentwürfe und Fotoserien untersuchen und mögliche Antworten herausarbeiten.

In der NS-Zeit waren alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens von der nationalsozialistischen Ideologie durchdrungen oder betroffen. So auch das Architekturstudium und die Lehrinhalte an den Technischen Hochschulen. Professoren der TH Graz planten Parteibauten, Volkskundgebungshallen, HJ-Heime und Wohnsiedlungen für den Rüstungsbetrieb. Der Krieg bestimmte zunehmend die Themen des Unterrichts und bedingte etwa auch, dass 1944/45 fast die Hälfte der Architektur-Absolvent*innen Frauen waren.

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143.903 | Freies Wahlfach, VO:
Aktuelle Fragen der Entwurfstheorie

Konzept und Leitung:
Daniel Gethmann

Die Vorlesung „Aktuelle Fragen der Entwurfstheorie“ behandelt architektur- und designtheoretische Positionen, Experimente und Fragestellungen zum konzeptionellen Entwerfen. Vorgestellt werden unterschiedliche Konzepte mit dem übergreifenden Ziel, ihre Methoden bis in die konkrete Anwendung im Entwurfsprozess kennenzulernen.

Das konzeptionelle Entwerfen begreift den Entwurfsprozess als ein grundlegendes Verfahren der architekltonischen Wissensproduktion, zu der Bernard Tschumi vor knapp 50 Jahren bereits bemerkte: „Architecture is the materialization of concepts.“

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143.904 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Tendenzen in der Architektur":
Partizipation 

Konzept und Leitung:
Ursula Spannberger

Räume und Gebäude beeinflussen unser Wohlbefinden und unser Verhalten. Für (angehende) Architekt*innen ist dieser Satz eine Binsenweisheit. Aber unseren Kund*innen, dh Bauherr*innen und den Menschen in deren Umfeld, für die wir planen, ist das meist nicht bewusst.

Um deren Anforderungen und Bedürfnisse an Raum gemeinsam mit ihnen zu erarbeiten wurde von Ursula Spannberger – Architektin und Mediatorin – die RAUM.WERTmethode entwickelt. Sie gibt uns Tools und eine Vorgangsweise an die Hand um diese unbewussten ‚Schätze‘ zu heben und damit eine belastbare Grundlage als Briefing für unsere Planung als Architekt*innen zu erhalten.

Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in Grundlagen und Anwendung der partiziative RAUM.WERTmethode und lässt die Studierenden anhand von konkreten Übungen das auch selbst hautnah erfahren.

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143.906 | Freies Wahlfach, SE "Cultural Studies":
Architektur-Comics

Konzept und Leitung:
Theresa Reisenhofer

Ist das ein Grundriss oder ein Schnitt? Hast du den Text gelesen? Hört man diese Fragen, erkennt man als Architektin oder Architekt einmal mehr, dass diese klassische Vermittlungsformen Plan und Text nicht immer zielführend sind einer Gruppe von Personen, die vielleicht mit Architektur nichts am Hut haben, Architektur, ob in gebauter oder theoretischer Form, zu vermitteln. Doch abseits vom klassischen Plan, superrealistischen Renderings, Texten und Diagramme haben sich weitere alternative Darstellungsformen etabliert, die es schaffen Architektur einem breiten Publikum näher zu bringen. Ob in einer Bildgeschichte, im Storyboard, im Comic, in einer Animation oder als Meme, sie können die Geschichte hinter deiner Idee oder Vision nahbar erzählen oder komplexe Informationen verständlicher darstellen. Sie können aber auch für die Präsentation von Entwürfen, als Medium für Architekturkritik oder sogar als Entwurfsmethode verwendet werden. 

In diesem Seminar wird versucht, einen Einblick in die vielfältige Beziehung zwischen Architektur und Bildgeschichten zu gewinnen. 

Euch erwartet eine spannende theoretischer und experimenteller Auseinandersetzung mit dieser Art von alternativen und populären Darstellungsformen. Welche Arten von Bildsprachen gibt es? Wo gibt es sie, wo werden sie eingesetzt? Was bedeutet diese Bildsprache für den Architekturdiskurs? Wie kann ich sie als Architektin oder Architekt brauchen, wie werden diese Darstellungsmethoden aber auch missbraucht? Als Abschluss des Seminars wird ein Entwurf oder ein theoretisches Themengebiet als Comic, Animation, Meme etc. „verbildlicht“.

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Wahlfächer SS 2023

143.905 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Fragen der Architekturgeschichte":
Wien und Afrika: politische Architektur 

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Der Architekt Franz Schacherl ist eine der kämpferischsten Persönlichkeiten im Österreich der 1920er- und 1930er-Jahre. Gemeinsam mit Franz Schuster veröffentlicht er seine Positionen zu einer „Proletarischen Architektur“ und gründet die Zeitschrift „Der Aufbau“. Er plant und baut im „Roten Wien“ Gartensiedlungen und Wohnhöfe sowie in der Steiermark Arbeiter-Kulturhäuser und Kinderheime. Seine Foto-Collagen sind schneidende Kommentare zur aktuellen politischen Situation. 1938 nach dem „Anschluss“ muss er wegen seines politischen Engagements und seiner jüdischen Herkunft Österreich verlassen. Er fasst Fuß in der portugiesischen Kolonie Angola und plant dort Bauten für die Regierung. 

Im Seminar diskutieren wir gemeinsam die Aktualität von Schacherls Texten und fragen nach den Kontexten und Spielräumen seiner Architekturen in Wien und im afrikanischen Exil.

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143.907 | Freies Wahlfach, SE:
Gender Studies und Raum

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy

Welche Vorstellungen von Körper und Geschlecht, gesellschaftlichen Normen und Rollenverteilungen, öffentlichem und privatem Raum bestimmen unseren Blick auf die Architektur? Und welche Erkenntnisse sind möglich, wenn wir Architektur aus feministischer Perspektive untersuchen? In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, wie die Gender Studies für uns neue Lesarten der Architekturgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichen. Dazu lesen und diskutieren wir gemeinsam Schlüsseltexte aus den Gender Studies, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Geschlechterverhältnisse die Wohn- und Stadträume der Moderne geprägt haben, von Betty Friedan, Dolores Hayden, Beatriz Colomina u.a., aber auch aktuelle queere und postkoloniale Ansätze. Kurze Inputs, Diskussionen und kritische Analyse von Stadtplänen und Grundrissen.

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143.908 | Freies Wahlfach, SE "Architekturvermittlung":
Architekurfotografie

Konzept und Leitung:
Enricomaria de Napoli (Ryts Monet)

The lessons – which will be held in English – will focus on technical, aesthetic and
conceptual aspects of architectural photography. As a final group project, students will be invited to use the photographic language in order to explore, interpret and document culturalinfluences on architecture of “Global Village of Graz“. Inspired by bibliographic references and concepts such Marc Augé's "Non Places" and Learning From Las Vegas by Venturi, Scott Brown and Izenour, through the medium of photography, the students identified urban places where the local identity fragments and regenerate in the form of an extended identity; places that can be found in the periphery ofGraz today can cohabit "in the suburbs of Pasadena" or Dubai. What emerges from those works is an almost obsessive seriality, where the human figure is absent, silent, while architectural elements alternate in the images between contrasts, homologation and super-postmodernity. The course is divided into three parts: a theoretical introduction to the history of photography with a specific focus on photography in contemporary art, a practical part in which the fundamentals of digital postproduction are also implemented, and a final part dedicated to the development of exercises and the final projects. 

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Wahlfächer WS 2022/23

143.901 | Freies Wahlfach, SE "Architektur- und Kunsttheorie":
Autonomie der Architektur

Konzept und Leitung:
Patricia Grzonka

Autonomie ist einer der Schlüsselbegriffe der Architekturtheorie des 20. Jahrhunderts. Bis heute wirkt er nach, auch wenn seine Bedeutung zusehends abnimmt oder vielleicht sogar ganz verschwindet, wie manche Kritiker meinen.  Aber gerade dies wäre dann der richtige Moment, sich mit den Konzepten der Autonomie und ihren Voraussetzungen erneut zu beschäftigen – um einen freien Blick auf die Erfordernisse der Gegenwart zu erlangen.

Was bedeutet Autonomie in der Architektur, wer oder was ist dabei autonom und wem diente sie? Ausgehend von relevanten Texten sowohl aus der Architektur- als auch aus der Kunsttheorie werden in diesem Seminar essentielle Positionen kennengelernt und diskutiert. Aber auch die Frage, ob eine zeitgenössische Idee von Autonomie wieder ins Spiel gebracht werden könnte und was wir dabei gewinnen könnten, soll Thema sein.

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143.904 | Freies Wahlfach, SE "Aktuelle Tendenzen in der Architektur":
Metamoderne Architektur 

Konzept und Leitung:
Anselm Wagner

Mit dem Begriff „Metamoderne“, der 2010 von Timotheus Vermeulen und Robin van den Akker in den kulturtheoretischen Diskurs eingeführt worden ist, wurde eine neue Epochenbezeichnung für die Gegenwart gefunden. Die Metamoderne unterscheidet sich von der um die Jahrtausendwende zu Ende gegangenen Postmoderne durch eine neue Ernsthaftigkeit, politisches Engagement und eine Kultur des Affekts, in der aber die postmodernen Charakteristika Ironie, Relativismus und Zweifel auf scheinbar widersprüchliche Weise immer noch aufgehoben sind. Als zentrales Indiz der Metamoderne gilt eine neue Romantik in den Künsten. 

Das Seminar untersucht die Metamoderne in der Architektur, wie man sie etwa in den Projekten von Alejandro Aravena, Herzog & de Meuron, Caruso St. John, Junya Ishigami, Arno Brandlhuber, Peter Barber, Andres Jacques, Valerio Olgiati, Snohetta, Alexander Brodsky, Sarah Wigglesworth, Monadnock usw., finden kann.

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